Unser erster gemeinsamer Wettbewerb und gleich in den fernen USA. Sozusagen eine erste Reifeprüfung für uns beide als Eistanzpaar. Es war durchaus ein einmaliges und unvergessbares Erlebnis.
Nachdem einer Hinreise von ingesamt fast 24 h und der damit verbundenen Zeitumstellung machten es uns natürlich erstmal nicht so leicht. Aber wir fühlten uns dort wirklich sehr wohl und so konnte wir dort sowohl im Training, als auch im Wettkampf unsere optimale Leistung abrufen. Vor allem nachdem wir für den Pflichttanz die letzte Startnummer gezogen hatten, war ich super doll aufgeregt, da es ja mein allererster Wettbewerb zu zweit beim Eistanzen war und dann auch noch ein Junioren Grand Prix. Somit war das sofort ein Wettbewerb mit großer Wichtigkeit und vorallem mussten wir den Erwartungen unseres Verbandes standhalten, da sie zuvor großes Vertrauen in uns setzten und uns die Reise nach Lake Placid gewährten.
Jedenfalls musste Tim mich mit seiner Routine und Sicherheit quasi durch unseren "unsichersten Tanz", den "Argentinischen Tango" tragen. Ich war so extrem aufgeregt, dass ich wie auf "Wolke 7" schwebte und eigentlich gar keinen Einfluss auf unseren Lauf hatte, sondern es eben einfach laufen ließ. Letztendlich war das wahrscheinlich das Beste, denn wir konnten einen wirklich guten Tango absolvieren. Auffällig war allerdings, dass wir in der Bewertung das erste Paar hinter den gesetzten Nationen USA, Kanada und Russland waren und als erstes weiteres Land vorerst auf dem 7. Platz landeten, obwohl wahrscheinlich da schon mehr drin gewesen wäre!
Aber wir waren in jedem Falle schon so sehr stolz auf unsere Leistung und wollten im Originaltanz nochmal so richtig Gas geben. Das gelang uns auch wirklich gut, und so kamen wir ohne größere Fehler durch den OD. Insgesamt schienen uns die Preisrichter schon etwas mehr Punkte geben zu wollen, und schon konnten wir die beiden russischen Paare schlagen und bekamen den 5. Platz im OD.
In der Kür dann konnte ich endlich sehr befreit und locker an die ganze Sache herangehen und ih verspürte keinerlei Aufregung mehr. Ich konnte unsere traumhafte Kür so richtig genießen und war super happy, nachdem dann alles so gut gelaufen war. Wir erhielten hier sogar für all unsere Elemente den höchsten Schwierigkeitsgrad "4", was nur noch wenigen Paaren in dieser Saison ebenfalls gelang. Wir konnten die 3. Kürwertung erhalten und übertrafen damit alle (auch unsere) Erwartungen und erreichten im Gesamtklassement den (undankbaren, aber trotzdem super guten) 4. Platz.
Das war als erster gemeinsamer Wettbewerb gleich ein richtiger Hammer und leistungs- und ergebnismäßig einfach super und weitaus über unseren eigenen Erwartungen!!!

Trotz Wettkampfstress blieb noch etwas Zeit zum Entspannen
aber trotzdem denkt man immer an die Kür "La Mere"
Steffi, Tim, Sandy Hoffman & Daniel Dotzauer auf dem Weg zur Skaters-Disco