Die Zeit war schneller vergangen als gedacht nach unserem ersten Wettbewerb in Lake Placid. Bereits 3 Wochen später stand unser zweiter Junioren-Grand-Prix in Dresden an. Diesmal war der Anreiseweg um ein vielfaches kürzer, als der in die USA. Mittlerweile wusste wir uns ja bereits einigermaßen einzuschätzen, wussten auch, was wir bei guter Leistung für Plazierungen schaffen könnten. Somit fuhren wir schon mit einer gewissen Motivation dorthin und standen schon mehr unter Druck, als noch 3 Wochen zuvor. Das war also auch für uns eine neue Situation und wir mussten möglichst den Erwartungen auch in unserem Heimatland vor der mitgereisten Familie und Freunden standhalten. Aber letztendlich konnten wir auch mit diesem Wettbewerb sehr zufrieden sein.

Hochkonzentriert vor dem Einlaufen zum Pflichttanz
Wieder zog Tim eine Startnummer in der letzten Einlaufgruppe für den Pflichttanz "Westminster Walzer".Der Pflichttanz gelang uns ausgesprochen gut, es war eine für uns damals optimale Leistung, die wir zeigen konnten. Beim Orginaltanz am darauffolgenden Tag gelang uns dann wahrscheinlich der beste Orginaltanz der gesamten Saison. Wir leisteten uns kaum einen Fehler, jedenfalls keinen, den der Zuschauer oder das Preisgericht hätte sehen können!!! Wir waren sehr erleichtert und freuten uns über einen sehr guten 5. Zwischenplatz und über eine Leistungs- und auch Punktsteigrung im Gegensatz zu Lake Placid. Am nächsten Tag stand dann ein sehr frühes Training auf dem Plan. Dieses begann für die ersten Startgruppen bereits um 6.15 Uhr, was für meine Zimmermitbewohnerin ein Aufstehen gegen 4 Uhr bedeutete. Wir hatten ja das Glück in der letzten Startgruppe zu sein und hatten daher erst gegen 7.30 Uhr Training, somit musste ich "erst" um 5 Uhr aufstehen, da man ja die Zeit der Erwärmung, und bei uns Mädchen ja auch die Zeit für´s Schminken und Frisieren mit einberechnen muss. Nun gut, nach diesem frühen Training und der bis dahin auch sehr anstrengenden Woche schienen wir beide etwas "durchzuhängen". Wir ruhten uns bis zu unserem Kürauftritt gegen 11.30 Uhr noch etwas aus, so gut das eben ging.

Freude kam auf in der Tränenecke nach der Bekanntgabe der Punkte
Unsere Kür war dann letztlich frei von Fehlern, aber am Ende merkte man uns die Müdigkeit in den Beinen doch etwas an, wir verloren ein wenig an Schwung, aber an der Ausdruckskraft und Sauberkeit unserer Elemente gab es trotzdem nichts auszusetzen. Am Ende konnten wir mit eine sehr guten Gesamtleistung und einer neuen persönlichen Bestleistung sehr zufrieden sein. Es sprang der 5. Platz heraus und so konnten wir unsere guten Ergebnisse aus Lake Placid bestätigen, was uns zusätzlich Mut machte.

Steffi mit Ihrer Schwester beim Verfolgen des Wettbewerbs